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Gandhi Jayanti - Begrüssung durch Peter Rühe

Heute jährt sich der Geburtstag von Mahatma Gandhi zum 137. mal. In Indien ist dieser Tag ein nationaler Feiertag und weltweit werden heute Veranstaltungen durchgeführt, die an Gandhi erinnern.

Vor genau 100 Jahren hat Gandhi ein Konzept entwickelt für aktiven gewaltfreien Widerstand, welches er Satyagraha nannte und das Festhalten an der Wahrheit bedeutet. Am 11. September 1906 hat er es erstmalig in Süd-Afrika mit dem Ziel eingesetzt, eine Verbesserung der Situation der dortigen indischen Kontraktarbeiter zu erreichen. Das ist ihm gelungen und nach seiner Rückkehr nach Indien im Jahr 1915 hat Gandhi dieses Konzept verfeinert und zu einem Lebensprinzip entwickelt. Gewaltfreies Leben, verbunden mit unablässigem Streben nach Wahrheit haben es Gandhi ermöglicht zu einer integrativen Persönlichkeit zu werden, die von nahezu allen Bevölkerungsschichten in Indien als Vertreter von deren Interessen akzeptiert wurde. Und selbst seine politischen Opponenten, haben ihn nach anfänglichen Schwierigkeiten als aufrichtigen Verhandlungspartner anerkannt, was letztlich zur Unabhängigkeit Indiens führte.

Wenn wir uns den Einfluss Gandhis auf Menschenrechtsbewegungen weltweit anschauen, dann sehen wir, dass Gandhis Ideen hochaktuell sind, und, auf die jeweiligen Rahmenbedingungen bezogen, sehr erfolgreich angewandt werden. Wenn man sich verdeutlicht, wieviele Gestalter des 20. Jahrhunderts sich als Schüler Gandhis bezeichnen, wird klar, dass sein humanistisches Konzept der Fernstenliebe und Gewaltfreiheit die Menschheit geprägt hat, wie kaum ein anderer. Martin Luther King Jr., Nelson Mandela, der Dalai Lama, Albert Schweitzer, Mutter Teresa, Michael Gorbatschow, Lech Walensa, Aung San Suu Kyi und viele andere haben Gandhi und seine Ideen studiert und diese in ihrem Einsatz für eine bessere Mitwelt angewandt. Gandhi's Geist ist lebendiger denn je zuvor und wenn man sich die internationale Kunst- und Medienlandschaft anschaut, wird das auf beeindruckende Weise belegt: es gibt exzellente Ausstellungen über das Leben und Wirken Gandhis, eine Oper, mehrere Theaterstücke, zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme für Fernsehen und Kino und gegenwärtig ist sogar ein Musical in Arbeit. Selbstverständlich kommen auch stets neue Bücher, CD's und DVD's auf den Markt. Ich selbst habe an 5 Büchern und Hörbüchern mitgearbeitet, die jetzt zur Buchmesse hier in Frankfurt erscheinen.

Das Internet - als immer wichtiger werdendes Medium - hat sehr zur anhaltenden Popularität Gandhis beigetragen. Auf den zahlreichen Websites, die sich dem Leben und Wirken Gandhis widmen, sind mittlerweile nahezu alle Fotos, Filme, Bücher und Dokumente über Gandhi kostenlos einsehbar, was dazu führt, dass 1) das Studium von Gandhi inspiriert und erleichtert wird und 2) ein realistischeres Gandhi-Bild entsteht, welches belegt, dass er kein Heiliger war, sondern jemand der ausdauernd und konzentriert an seiner Persönlichkeitsentwicklung gearbeitet hat. In diesem Sinne sind Gandhis Worte "Mein Leben ist meine Botschaft" eine Aufforderung an uns alle, Gandhis Leben und Wirken im Detail zu studieren und mit unserem eigenen Leben und unseren Wertvorstellungen zu reflektieren. Dieses Studium zu ermöglichen und zu erleichtern hat sich die gemeinnützige GandhiServe Stiftung zur Aufgabe gemacht. Näheres dazu können Sie den ausliegenden Faltblättern entnehmen oder unserer Website gandhiserve.org, die auch gleichzeitig das umfangreichste online-Archiv über Gandhi im Internet beherbergt.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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