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Begrüssung durch Peter Rühe

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde,

ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind um gemeinsam den 100. Jahrestag, an dem Mahatma Gandhi erstmalig Gewaltfreiheit gegen die britischen Unterdrücker in Süd-Afrika einsetzte, zu begehen. In einer Versammlung in Johannesburg forderte Gandhi am 11. September 1906 die gleichen Rechte für seine in Süd-Afrika lebenden indischen Landsleute, wie sie die herrschenden Buren hatten. Er legte dabei den Eid ab, ausschließlich Gewaltfreiheit und zivilen Ungehorsam einzusetzen in seinem Kampf für Gerechtigkeit. Diese Entscheidung sollte in die Geschichte eingehen und alle folgenden Menschenrechtskampagnen beeinflussen. Sein Kampfmittel nannte Gandhi Satyagraha - Festhalten an der Wahrheit.

Ich freue mich, dass wir zwei ausgesprochene Experten zu diesem Thema gewinnen konnten: Prof. Dr. Dharampal-Frick ist Professorin für Geschichte am Südasien-Institut der Universität Heidelberg. Sie hat im Rahmen ihrer Arbeit zur modernen Geschichte Südasiens sich auf Mahatma Gandhi und die indische Unabhängigkeitsbewegung spezialisiert. Dr. Sternstein ist Friedens- und Konfliktforscher mit dem Schwerpunkt Theorie und Praxis der gewaltfreien Aktion. Seit dreißig Jahren arbeitet er in der Ökologie- und Friedensbewegung und hat an zahlreichen gewaltfreien Aktionen teilgenommen. Er stand wiederholt wegen zivilem Ungehorsam vor Gericht und war neunmal dafür im Gefängnis. Im Nachgespräch gibt's anschliessend die Möglichkeit noch näher darauf einzugehen. Seine letzte 2-monatige Haftstrafe trat Wolfgang Sternstein am 3. August diesen Jahres an. Der Haftrichter hatte aber ein Einsehen, vielleicht auch wegen unserer Veranstaltung, und entließ ihn nach 3 Wochen. Das ist auch der Grund, warum in einigen Ankündigungen und Einladungen Prof. Ebert als Referent aufgeführt ist. Der hatte sich dankenswerterweise bereiterklärt, stellvertretend für Dr. Sternstein zu dem Thema zu sprechen. Nun sitzt Prof. Ebert mit seiner Gattin im Publikum und ist genau so gespannt wie wir alle auf zwei interessante, etwa halbstündige Vorträge zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft des aktiven gewaltfreien Widerstands und auf ein anregendes Nachgespräch.

Abschliessend möchte ich noch der Indischen Botschaft und speziell Herrn Pandey und seinen Mitarbeitern danken, dass wir wieder in harmonischer Zusammenarbeit eine so schöne Veranstaltung auf die Beine stellen konnten.

Frau Prof. Dharampal-Frick, die Bühne gehört Ihnen.

 

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