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Aktivitäten  >  2006 > Vortrag von Dr. Wolfgang Sternstein

Vortrag von Dr. Wolfgang Sternstein:
Gegenwart und Zukunft von aktivem gewaltfreien Widerstand

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

für einen Wissenschaftler wäre es eine reizvolle Aufgabe, der Wirkungsgeschichte von Satyagraha am Beispiel der Bürgerrechtsbewegung unter Führung Martin Luther Kings in den USA in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nachzugehen. Es wäre lohnend, sie in der Widerstandsbewegung gegen den Vietnamkrieg und im Free Speech Movement an den Hochschulen der USA in den Sechzigern weiter zu verfolgen. Und es wäre reizvoll, die Transformation Gandhischer Ideen und Methoden zu beschreiben, die sie auf dem Weg von den USA nach Europa erfuhren, wo sie in der Studentenrevolte der 68er, sowie in der Bürgerinitiativen-, Anti-Atomkraftwerks-, Ökologie- und Friedensbewegung weiterwirkten. In diesem Zusammenhang darf der Name Theodor Ebert nicht fehlen.

Auch würde es sich lohnen, den indirekten Wirkungen von Gandhis Theorie und Praxis der gewaltfreien Aktion im Kampf der Schwarzen unter Führung von Nelson Mandela und Bischof Desmond Tutu nachzugehen, oder die Rolle zu analysieren, die sie bei der Überwindung der Marcos-Diktatur auf den Philippinen spielten. Oder, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, es wäre der Mühe wert, den indirekten Einfluss zu erforschen, den Gandhis Satyagraha-Konzept durch Vermittlung des amerikanischen Konfliktforschers Gene Sharp auf die Emanzipationsbestrebungen in Osteuropa, namentlich in der Ukraine, aber auch in Belarus, Georgien, Usbekistan und Aserbeidschan, hatte.

Überblickt man diese Bewegungen als Ganzes, so fällt auf, dass die Höhe, welche die Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit bei Gandhi erreicht hatte, bei ihnen nicht mehr erreicht wurde, mit einer Ausnahme: Martin Luther King. Ich möchte deshalb seine Hommage à Gandhi hier wörtlich wiedergeben:

"Wie die meisten Leute hatte ich von Gandhi gehört, hatte ihn aber nie ernstlich studiert. Als ich nun die Bücher las, war ich fasziniert von seinen Feldzügen gewaltlosen Widerstandes. Besonders bewegte mich sein Salzmarsch zum Meer und sein häufiges Fasten. Die ganze Idee des ‚Satyagraha' machte starken Eindruck auf mich ... Als ich tiefer in die Philosophie Gandhis eindrang, nahmen meine Zweifel an der Macht der Liebe allmählich ab, und ich erkannte zum ersten Mal, was sie auf dem Gebiet der Sozialreform ausrichten konnte. Ehe ich Gandhi gelesen hatte, glaubte ich, dass die Sittenlehre Jesu nur für das persönliche Verhältnis zwischen Einzelnen Menschen gelte. Das ‚Dem biete auch die andere Backe dar' und ‚Liebe deine Feinde' galt meiner Meinung nach nur dann, wenn ein Mensch mit einem anderen in Konflikt geriet. Wenn aber Rassengruppen und Nationen in Konflikt kamen, schien mir eine realistischere Methode notwendig zu sein. Doch nachdem ich Gandhi gelesen hatte, sah ich ein, wie sehr ich mich geirrt hatte."

Wie gesagt, es wäre eine reizvolle Aufgabe für einen Wissenschaftler, der Wirkungsgeschichte von Satyagraha nachzugehen. Ich bin aber nur mit halbem Herzen Wissenschaftler. Mit der anderen Hälfte meines Herzens bin ich Praktiker der gewaltfreien Aktion, Praktiker von Satyagraha. Deshalb liegt mir mehr daran zu fragen: Was hat Indien mit diesem geistigen Erbe, das zum Wertvollsten zählt, das jemals einem Volk hinterlassen wurde, gemacht?

Für mich gehört Gandhi zu den großen Lehrern der Menschheit wie Mose, Buddha, Sokrates, Konfuzius, Laotse und Jesus. Einen Menschheitslehrer zum "Vater der Nation" zu haben, ist freilich prekär, denn unvermeidlich wird seine Lehre zum Maßstab, mit dem die Politik Indiens sich messen lassen muss.

Ich sagte, für mich sei Gandhi einer der großen Lehrer der Menschheit. Damit meine ich, er gehört nicht nur Indien, er gehört der ganzen Welt, er gehört uns allen. Das bedeutet, auch die deutsche Politik, auch unser ganzes Leben muss sich mit diesem Maßstab messen lassen. Das Ergebnis dieser Messung ist niederschmetternd. An diesem Maßstab gemessen, versagen wir alle, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Es geht mir deshalb nicht darum, Anklage zu erheben gegen die Machtpolitik Indiens, Deutschlands oder der USA, denn die Anklage müsste ja nicht minder eine Selbstanklage sein wegen meines, wegen unseres Versagens. Nichtsdestotrotz ist eine nüchterne Bestandsaufnahme notwendig, mag sie auch noch so schmerzlich sein.

Das Indien von heute, ganz zu schweigen von der Welt im Ganzen, ist unendlich weit von dem entfernt, was Gandhi wollte, wofür er lebte und starb. Und was vielleicht noch schlimmer ist: Sie entfernt sich mit rasender Geschwindigkeit davon. Bertrand Russell hat, wie so oft, die Sache auf den Punkt gebracht, als er schrieb: "Das unabhängige Indien hat Gandhi zu einem Heiligen gemacht und all seine Lehren ignoriert." Die vielen Gandhi-Statuen in Indien, die an den "Vater der Nation" erinnern sollen, sind heute ein Stein gewordener permanenter Vorwurf gegen das Indien von heute.

Gandhi hätte sich mit einem atomar bewaffneten Indien niemals abgefunden. Er hätte mit der von ihm entdeckten unvergleichlichen Waffe des Satyagraha unter Einsatz seines Lebens dagegen gekämpft. Gandhi wollte nicht Mahatma genannt werden. Er wollte nicht als Heiliger verehrt werden. Er war es müde, Darshan zu geben. Der einzige Ehrentitel, den er anzunehmen bereit war, war Satyagrahi, d.h. gewaltfreier Kämpfer, Krieger oder Soldat. Gandhi wollte, dass das freie Indien die Botschaft von Wahrheit und Gewaltfreiheit (satya und ahimsa) annimmt und dem Weg, den er als richtig erkannt hatte, folgt. Dafür war er zu kämpfen bereit, dafür warb er Mitstreiter unter seinen Landsleuten. Bereits im Januar 1930 schrieb er in seiner Zeitschrift "Young India":

"Ich weiß, dass, wenn ich den Kampf um (Indiens) Freiheit überlebe, ich vielleicht gegen meine eigenen Landsleute einen gewaltfreien Kampf werde führen müssen, der nicht weniger hartnäckig sein mag, als der, in den ich jetzt verwickelt bin. Doch die militärischen Pläne, die jetzt von Indiens großen Führern erwogen werden, müssen ihnen selbst höchstwahrscheinlich als völlig unnötig erscheinen, falls wir unsere Selbstständigkeit offensichtlich durch gewaltfreie Mittel erlangt haben, die mit Überlegung gewählt und benutzt wurden. Meine Zusammenarbeit mit meinen Landsleuten beschränkt sich heute auf die Brechung unserer Ketten. Wie wir uns fühlen und was wir tun werden, wenn sie gebrochen sind, ist mehr, als sie oder ich wissen."

Und am 12. Dezember 1947, also wenige Wochen vor seinem Tod von der Hand eines Hindu-Nationalisten, schrieb er in seiner Zeitschrift "Harijan":

"Während wir unzweifelhaft durch passiven Widerstand unsere politische Freiheit erlangt haben..., müssen wir täglich teuer dafür bezahlen, dass wir oder vielmehr ich unbewusst den Fehler machte, passive Resistenz mit gewaltfreiem Widerstand zu verwechseln. Hätte ich diesen Fehler nicht gemacht, so hätten wir uns das demütigende Schauspiel erspart, wie ein schwacher Bruder sinnlos und unmenschlich seinen schwachen Bruder umbrachte. Ich kann nur hoffen und beten - und ich bitte alle Freunde hier und in anderen Weltteilen, mit mir zu hoffen und zu beten -, dass dieses Blutbad bald ende und dass sich aus dieser vielleicht unvermeidlichen Schlächterei ein neues Indien erhebe - kein kriegslüsternes, das im Grunde den Westen in allen seinen Scheußlichkeiten nachahmt, sondern ein neues Indien, welches das Beste lernt, das die Welt zu geben hat, und nicht nur die Hoffnung Asiens und Afrikas wird, sondern der ganzen schmerzbeladenen Welt."

Was wäre, wenn Indien nicht den Westen in allen seinen Scheußlichkeiten nachgeahmt hätte und nachahmen würde, sondern das Beste gelernt hätte, das die Welt zu geben hat und damit zur Hoffnung geworden wäre für die ganze schmerzbeladene Welt? Lassen Sie uns gemeinsam ein wenig träumen, obwohl träumen in dieser Welt, die mit Riesenschritten ihrem Untergang entgegeneilt, eigentlich verboten ist. Was wäre, wenn Indien den Weg gegangen wäre, den Gandhi so klar aufgezeigt hat und den er selbst mit den Mitgliedern des Ashram und vielen Kongressmitarbeitern gegangen ist?

Gandhi lebte in dem Glauben, das indische Volk sei von allen Völkern aufgrund seiner religiösen Tradition am ehesten geeignet, die Lehren der Wahrheit (satya) und der Nichtgewalt (ahimsa) und daraus abgeleitet, die Lehren der Gewaltfreiheit (satyagraha) anzunehmen. Wir alle wissen, es ist anders gekommen. Gandhi blieb am Ende selbst in seinem Vaterland ein einsamer Rufer in der Wüste. Und doch, die Frage bleibt: Was wäre heute anders, wäre Indien dem Weg gefolgt, den er gewiesen hat und den er gegangen ist?

Wenn es Indien gelingen sollte, seine politische Freiheit mit gewaltlosen Mitteln zu erkämpfen und die britischen Eroberer, die sich schon seit Jahrzehnten im Land festgesetzt und in der indischen Gesellschaft eingewurzelt hatten, zu entmachten, dann, so schlussfolgerte er, müsste es auch in der Lage sein, diese Freiheit gegen jeden Angreifer zu verteidigen. Statt sich militärisch zu bewaffnen und den Status einer Atommacht anzustreben, hätte es das von Gandhi bereits 1942, als Indien eine japanische Invasion drohte, vorgeschlagene Konzept einer "Sozialen Verteidigung" angenommen und in die Praxis umgesetzt. Die Invasion ist damals ausgeblieben, doch das Konzept bleibt selbstverständlich davon unberührt. Gesetzt den Fall, Indien hätte sich nach 1947 für den Aufbau einer Sozialen Verteidigung entschieden. Wohlgemerkt, es ist ein Traum, aber ein schöner und einer, der durchaus hätte Wirklichkeit werden können, denn das indische Volk besaß zu dieser Zeit mehr Erfahrung in der Handhabung des gewaltlosen Widerstands als jedes andere. Überall im Land wären Friedensbrigaden (Shanti Sena) entstanden, die gesellschaftliche und politische Konflikte mit den Methoden der gewaltfreien Aktion gelöst hätten. Ein die ganze Nation erfassendes Selbsterziehungsprogramm hätte die gewaltfreie Aktion als konstruktive Alternative zur Gewalt als Mittel der Konfliktaustragung überall im Land bekannt gemacht und angewandt und die indische Gesellschaft dadurch von Grund auf reformiert.

Schon früh hatte Gandhi erkannt, dass Satyagraha keine Methode ist, die von jedermann zur Erreichung beliebiger Ziele eingesetzt werden kann. Auch Satyagraha hat seine Grenzen. Sie liegen nur ganz woanders, als gewöhnlich angenommen wird. Er war überzeugt, dass Satyagraha selbst gegen einen Hitler oder Stalin mit Aussicht auf Erfolg angewandt werden kann. Um sie erfolgreich einsetzen zu können, müssen jedoch zwei Bedingungen erfüllt sein:

Erstens, das Ziel muss gerechtfertigt und gut sein. Wer beispielsweise mit Satyagraha fremde Länder erobern und fremde Völker unterjochen, wer Märkte erobern, Rohstoffquellen und Transportwege sichern will, wird mit Satyagraha nichts ausrichten. Hier hilft nur offene oder verdeckte Gewalt. Wer aber Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie und Menschenrechte erkämpfen oder verteidigen will, kann das nur durch gewaltfreie Methoden. Wendet er Gewalt an, wird er nicht weniger kläglich scheitern als die Bush-Administration in Afghanistan und Irak.

Die zweite Bedingung lautet: Wer gewaltfreie Methoden anwenden will, muss durch eine lange, harte Ausbildung gehen. Er oder sie sollte imstande sein, auch vor der Drohung mit und der Anwendung von Gewalt nicht zurückzuweichen, selbst wenn es sein oder ihr Leben kostet. Er oder sie muss mit einem Wort die "Kunst des Sterbens" erlernen wie jeder Soldat. Vom Soldaten unterscheidet ihn indes, dass er die "Kunst des Tötens" ganz bewusst nicht erlernt.

Lassen Sie uns noch ein wenig träumen. Die zahlreichen Shanti Sena in ganz Indien hätten im Laufe der Zeit nicht nur den latent andauernden Bruderkrieg mit Pakistan beendet, den Konflikt um Kaschmir gelöst und eine Soziale Verteidigung eingeführt, sie hätten auch mit dem Aufbau einer gewaltfreien Gesellschaft begonnen. Gandhi hatte die Notwendigkeit der konstruktiven Arbeit als Ergänzung von Satyagraha schon sehr früh erkannt. Als Hauptpunkte eines konstruktiven Programms nannte er: Handspinnen, Beseitigung der Unberührbarkeit und Harmonie der Religionsgemeinschaften, namentlich der Hindus und Moslems. Und in seinem politischen Testament schrieb er zwei Tage vor seiner Ermordung:

"Nachdem Indien, obwohl zweigeteilt, durch die vom Indian National Congress empfohlenen Mittel politische Unabhängigkeit erlangt hat, hat sich der Kongress in seiner jetzigen Gestalt und Form, nämlich als Propaganda-Werkzeug und parlamentarische Maschine, überlebt. Indien muss noch soziale, moralische und wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangen im Hinblick auf seine siebenhunderttausend von den Städten und Großstädten unterschiedenen Dörfer. Der Kampf um den Vorrang der zivilen vor der militärischen Macht muss stattfinden, damit Indien sich in Richtung auf die Demokratie fortentwickeln kann."

Gandhis Wirtschaftskonzept, dem er den Namen Sarvodaya gab, ist ein integraler Bestandteil von Satyagraha, genauer, beide fließen aus der derselben Quelle: Wahrheit und Gewaltlosigkeit (satya und ahimsa). Sarvodaya heißt Wohlfahrt für alle und das bedeutet konkret: Wohlfahrt für die große Mehrheit der indischen Bevölkerung, die auf dem Land und in den städtischen Slums lebt - nicht durch Almosen, sondern durch die "heilige Botschaft der Arbeit", um ihre Grundbedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Wohnung, Bildung und medizinische Versorgung zu befriedigen. Gandhi musste wegen des Spinnrads, wie Sie wissen, viel Spott vom Westen und von westlich orientierten Landsleuten ertragen. Das Spinnrad aber steht symbolisch und konkret für das Dorfhandwerk als der elementaren Voraussetzung für die Dorfentwicklung. Gandhis Worte aus dem Jahre 1941 sind daher heute so aktuell wie damals, ja sie sind noch aktueller:

"Wirtschaftliche Gleichheit ist der Hauptschlüssel zu gewaltfreier Unabhängigkeit. Für wirtschaftliche Gleichheit zu arbeiten, heißt den ewigen Konflikt zwischen Kapital und Arbeit beseitigen. Es bedeutet ein Herabdrücken der paar Reichen, in deren Händen die Hauptmasse des Vermögens des Landes ist, und ein Aufbessern der halbverhungerten nackten Millionen. - Ein gewaltloses System von Regierung ist offenkundig eine Unmöglichkeit, solange der weite Abstand zwischen den Reichen und den hungrigen Millionen bleibt. Der Kontrast zwischen den Palästen von New-Delhi und den elenden Hütten der armen Arbeiterklasse daneben kann in einem freien Indien keinen Tag weiterbestehen, in dem die Armen die gleiche Macht genießen werden wie die Reichsten im Lande. Eine gewaltsame und blutige Revolution ist unvermeidlich, wenn nicht der Reichtum und die Macht, die der Reichtum gibt, freiwillig abgegeben und um des gemeinsamen Guten willen geteilt werden."

Die blutige Revolution ist bisher ausgeblieben, doch für die Zukunft verheißt Gandhis Prophezeiung nichts Gutes.

Das Bild Indiens nach Gandhis Tod wäre zu düster, würde ich es versäumen, die großartigen Bemühungen zu würdigen, Gandhis Lehren in die Praxis umzusetzen. Die Landschenkungsbewegung des Gandhi-Schülers Vinoba Bhave ist Ihnen sicherlich bekannt, desgleichen die Arbeit des gandhianischen Sozialisten Jayaprakash Narayan und vieler anderer.

Ich hatte das Glück, einen Gandhi-Nachfolger aus dem Westen persönlich kennen zu lernen. Es ist der Jesuitenpater Michael Windey, der Gründer und Leiter der "Village Reconstruction Organisation". Diese Organisation hat mit westlicher Hilfe, doch hauptsächlich durch gemeinschaftliche Arbeit der Dorfbewohner etwa 400 Dörfer komplett erneuert, 1550 Brunnen gegraben, Hunderttausende Bäume jedes Jahr gepflanzt. Sie hat 109 Kindergärten mit durchschnittlich 25 Kindern eingerichtet, 14 Grundschulen mit durchschnittlich 50 Kindern, 6 höhere Schulen mit unterschiedlichen Zahlen an Kindern, 4 Schulzentren gegen Kinderarbeit mit durchschnittlich 175 Kindern und 154 Erwachsenenbildungszentren.

Gandhi liebte es, konkret zu werden, deshalb werde auch ich konkret:
Ein Haus mit zwei Zimmern für eine ganze Familie kostet 1000 €
Das Gehalt eines Lehrers im Monat 50 €
100 Jungpflanzen kosten 50 €

Spendenkonto: Jesuitenmission, LIGA Bank, Kto 5115582, BLZ 750 903 00, Stichwort: "5901 VRO"

Mir liegt sehr an der Feststellung, dass Pater Windey keine Mission betreibt. Wenn er "missioniert", dann ausschließlich für satya und ahimsa.

Was wäre heute anders - so lautete unsere Frage -, wäre Indien dem Weg Gandhis und nicht dem Weg Nehrus und anderer Kongresspolitiker gefolgt? Ich bin sicher, wir hätten heute, nach dem Scheitern des Realsozialismus in Osteuropa in Indien eine überzeugende und faszinierende Alternative zum globalisierten Kapitalismus, eine Alternative, die imstande wäre, sich gewaltfrei gegen die ganze Welt zu verteidigen.

 

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